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Konjunktivitis (Bindehaut-Entzündung)

 

Konjunktivitis (lat. conjunctiva für: Bindehaut des Auges) ist der medizinische Fachbegriff für die Bindehaut-Entzündung am Auge. Und die kommt oft vor. Vor allem dann, wenn Hundehalter glauben, es sieht besonders witzig aus, wenn Hunde aus dem Autofenster bei voller Fahrt hinausschauen.

Dieser erhebliche gezielte Luftzug ist einer der Ursachen für eine Bindehautentzündung. Aber nicht die einzige. Das Einrollen (Entropium»»») der Augenlider (angezüchtete Lidfehlstellung zum Beispiel häufig bei Deutsch Drahthaar, Chow Chow, Rottweiler, Bullterrier und Shar Pei) und das Auswärtsdrehen (Ektropium»»», vor allem bei Molossern/Doggenartigen, Bernhardinern, Neufundländern, Pyrenäenberghunden oder auch Cocker Spaniels), fehlgestellte Wimpern, Sand, Staub, Blütenpollen, Dämpfe, aber auch Infektionen durch Bakterien können Ursachen sein.

Die Bindehaut hat die Aufgabe, als Schleimhaut die Gleitfähigkeit der Lider aufrecht zu halten - eine wichtige Schutzfunktion für das Auge. Beurteilt werden Farbe, Glanz und Oberfläche der Schleimhaut und die Exsudation (Ausschwitzen bestimmter Blutanteile). Wirkt die Bindehaut trocken, ist ein Tränentest angesagt. Das konjunktivale Dermoid»»» (eine angeborene Krankheit) ist bei Hundearten wie Bernhardiner, Cocker-Spaniel, Dackel, English Setter, Beagle, Basset Hound, Deutscher Schäferhund eine häufig auftretende Fehlbildung. Bei Konjunktivitis ist die Lidbindehaut geschwollen und stark gerötet. Die Augen tränen. Das austretende Sekret wird schleimig oder eitrig. In chronischen Verläufen können die Lider verkleben. Kleine Bläschen können sich bilden, die bei jedem Lidschlag (der „Scheibenwischer" des Auges) die Hornhaut reizen.