Sitemap: »Informationen »Augenkrankheiten »Katarakt (Grauer Star) Teil 2
Drei Genotypen bestimmen die Krankheit.
Drei Genotypen sind möglich, wenn zwei Varianten des Gens in der Rasse vorkommen. Bezeichnet man „A“ als das intakte Gen und „a“ als die Mutation, dann ist AA ein gesundes Tier, das von Vater und Mutter das gesunde Gen „A“ erhielt und in seinen Gameten reinerbig nur A weitergibt.
Aa ist ein Tier, das von einem Elternteil das gesunde Gen, vom anderen ein Defekt-Gen erhielt. Solche Tiere haben 50% der Spermien (bzw. Eizellen) mit A und 50% mit a. Sie sind somit mischerbig (heterozygot). aa ist ein von Katarakt betroffenes Tier, das von Vater und Mutter das Defekt-Gen ererbte und in alle seine Spermien bzw. Eizellen reinerbig einbringt.
Für den Züchter ist es nun ungeheuer wichtig zu wissen, welchen Genotyp seine Hündin hat und welchen Rüden er dazu nehmen kann. Er muss auf jeden Fall vermeiden, dass von der Vaterseite und der Mutterseite das Gen „a“ zusammentrifft. Manchmal ist es eindeutig, welcher Genotyp vorliegen muss: Betroffene sind immer vom Typ „aa“. Beide Eltern dieser Betroffenen müssen das Gen vererbt haben. Sind sie selbst gesund, so müssen sie vom Typ „Aa“ sein. Es gibt aber auch Fälle, wo das nicht so eindeutig ist, z.B. gesunde Geschwister von Betroffenen. Sie können, da beide Eltern „Aa“ haben, vom Typ „AA“ oder „Aa“ sein. Nach den Mendel’schen Regeln spalten bei mischerbigen Eltern die Nachkommen mit „AA“, „Aa“ und „aa“ im Verhältnis 1:2:1 auf. „AA“ zu „Aa“ stehen im Verhältnis 1:2. Bei nicht betroffenen Geschwistern ist somit die Wahrscheinlichkeit reinerbig gesund zu sein 33,33% und mischerbiger Anlageträger zu sein 66,67%.